DSGVO: Wie Banken beim Consent-Management klare Prozesse brauchen

DSGVO: Wie Banken beim Consent-Management klare Prozesse brauchen

Eine klare und transparente Handhabung von Zustimmung (Consent) ist für Banken unerlässlich, insbesondere im Rahmen der DSGVO. Die Regulierung legt besonderen Wert auf den Schutz personenbezogener Daten, was Banken dazu zwingt, sorgfältige Prozesse im Consent-Management zu etablieren. Durch die Implementierung strukturiert agierender Systeme können Banken sicherstellen, dass sie die Zustimmung der Kunden auf rechtlich einwandfreie Weise erhalten und verwalten.

Die Notwendigkeit für präzise Consent-Management-Strategien wird durch die erhöhten Anforderungen an die Dokumentation und Nachverfolgbarkeit von Einwilligungen verstärkt. Finanzinstitute müssen gewährleisten, dass alle gesammelten Daten mit einer expliziten Zustimmung verknüpft sind, die jederzeit zurückgezogen werden kann. Ein solches System sollte die folgenden Elemente beinhalten:

  • Dokumentation von Einwilligungen: Jede Zustimmung der Kunden muss umfassend dokumentiert und jederzeit abrufbar sein.
  • Erinnerungen und Updates: Banken müssen ihre Kunden regelmäßig über die Nutzung ihrer Daten informieren und sie über etwaige Änderungen in den Datenschutzrichtlinien benachrichtigen.
  • Optionen zur Verwaltung der Zustimmung: Kunden sollten einfach und transparent Optionen haben, um ihre Zustimmung zu ändern oder zu widerrufen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Banken die technischen Lösungen implementieren, die zur Automatisierung dieser Prozesse erforderlich sind. Der Einsatz von Regulatorischen Digital Twins kann hier entscheidende Vorteile bieten. Diese digitalen Abbilder ermöglichen eine Echtzeit-Sichtbarkeit über alle Einwilligungen und deren Verwaltung, wodurch nicht nur die Effizienz erhöht wird, sondern auch die Compliance-Anforderungen erfüllt werden können. Mit Hilfe einer 3DEXPERIENCE‑Cloud-Lösung können diese Workflows durch einen Low-Code-Ansatz schnell eingesetzt werden, sodass Banken flexibel auf die sich ständig ändernden regulatorischen Anforderungen reagieren können.

Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden darf, ist die Sicherheit. Die Einhaltung der Standards wie ISO 27001 und die Gewährleistung von Mandantentrennung sowie Datenresidenz innerhalb der EU sind Grundpfeiler, um das Vertrauen der Kunden im Umgang mit ihren sensiblen Daten sicherzustellen. Letztendlich sollten alle Maßnahmen im Consent-Management auf einen klaren Vorteil für die Bank und den Kunden abzielen: eine messbare Time-to-Audit-Reduktion sowie niedrigere Change-Kosten, was sowohl die Compliance-Prozesse optimiert als auch zu einem positiven Return on Investment führt.

Prozesse zur Einwilligungsverwaltung

Um effektive Prozesse zur Einwilligungsverwaltung zu schaffen, sollten Banken ein digitales System integrieren, das nicht nur die Dokumentation und Verarbeitung der Einwilligungen optimiert, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden verbessert. Zentral hierbei ist die Automatisierung durch digitale Lösungen, die eine nahtlose Erstellung von Workflows ermöglicht.

Ein zeitgemäßes Consent-Management-System sollte folgende Prozessschritte abdecken:

  • Erfassung der Einwilligung: Der erste Schritt besteht darin, die Zustimmung der Kunden während des Onboarding-Prozesses oder bei der Nutzung von digitalen Dienstleistungen zu erfassen. Hierbei sollte eine klare und verständliche Darstellung angeboten werden, die den Kunden erläutert, wofür ihre Daten verwendet werden.
  • Dokumentation und Speicherung: Sämtliche Erklärungen über die Einwilligung müssen sicher und revisionsfest dokumentiert werden. Dies umfasst auch Zeitstempel und Informationen darüber, in welchem Kontext die Zustimmung gegeben wurde.
  • Management der Einwilligung: Ein flexibles System sollte den Kunden die Möglichkeit bieten, ihre Einwilligungen direkt über digitale Channels zu verwalten. Dies kann durch ein sicheres Online-Portal oder eine mobile App erfolgen, die einfache Änderung oder den Widerruf der Zustimmung ermöglicht.
  • Überprüfung und Aktualisierung: Banken sind verpflichtet, ihre Kunden regelmäßig über die Nutzung ihrer Daten zu informieren. Automatisierte Erinnerungen und Updates in einer benutzerfreundlichen Oberfläche sorgen dafür, dass die Kunden jederzeit über den Status ihrer Einwilligungen informiert sind.
  • Reporting und Auditing: Um den Compliance-Anforderungen gerecht zu werden, muss das System in der Lage sein, umfangreiche Reports über alle Einwilligungen zu erstellen. Diese Informationen sind entscheidend für interne und externe Audits und unterstützen die Banken dabei, ihr Risikomanagement zu verbessern.

Durch die Implementierung dieser Prozesse wird nicht nur die gesetzliche Vorgabe der DSGVO erfüllt, sondern es entsteht auch ein Mehrwert für die Kunden. Ein transparentes und gut strukturiertes Consent-Management-System stärkt das Vertrauen der Kunden und unterstützt die Banken dabei, sich im stark regulierten Finanzumfeld abzugrenzen. Gleichzeitig kann die Nutzung von Regulatorischen Digital Twins dazu beitragen, dass alle Daten in Echtzeit ausgewertet und analysiert werden, was die Entscheidungsfindung erleichtert und die Effizienz erhöht.

Angesichts der hohen Dynamik im regulatorischen Umfeld ist es für Banken unerlässlich, agil auf Veränderungen reagieren zu können. Der Einsatz von BPM ITEROP auf der 3DEXPERIENCE-Cloud-Plattform ermöglicht es Finanzinstituten, ihre Einwilligungsprozesse schnell anzupassen und notwendige Veränderungen ohne umfangreiche IT-Projekte umzusetzen. Die Low-Code-Entwicklung fördert eine rasche Implementierung von Updates und neuen Anforderungen, was die Time-to-Market signifikant verkürzt.

Zusammengefasst sollten Banken ihre Consent-Management-Prozesse an den aktuellen regulatorischen Standards ausrichten und gleichzeitig innovative Technologien einsetzen, um den Kunden ein Höchstmaß an Transparenz und Kontrolle zu bieten. Eine durchgängige digitale Lösung sorgt nicht nur für Compliance, sondern kann zudem die Effizienz steigern und langfristige Kosteneinsparungen erzielen, wodurch das gesamte Geschäftsmodell gestärkt wird.

Herausforderungen für Banken und Lösungsansätze

Die Herausforderungen, vor denen Banken im Rahmen des Consent-Managements stehen, sind vielfältig und erfordern eine robuste Strategie, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. In einer Zeit, in der Datenschutz und Datensicherheit höchste Priorität haben, müssen Banken sicherstellen, dass sie sowohl rechtlich als auch technologisch optimal aufgestellt sind.

Zunächst einmal sehen sich Banken mit der Komplexität der verschiedenen Vorschriften konfrontiert. Die DSGVO stellt hohe Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten, und Fehler in der Einwilligungsverwaltung können nicht nur zur Anwendung erheblicher Geldstrafen führen, sondern auch das Vertrauen der Kunden nachhaltig schädigen. Insbesondere die Notwendigkeit, die Kundeneinwilligungen detailliert zu dokumentieren und die Möglichkeit eines Widerrufs der Zustimmung zu gewährleisten, zwingt Banken zur Neugestaltung ihrer Prozesse.

Darüber hinaus gibt es technische Herausforderungen. Viele Banken operieren noch mit veralteten Systemen, die eine nahtlose Integration neuer Technologien und Prozesse erschweren. Ein Mangel an Flexibilität und der Einsatz von insellösungen hindern Banken daran, die geforderten Echtzeit-Analysen durchzuführen und ihre Dienstleistungen effektiv anzupassen. Hierbei kann der Einsatz von Regulatorischen Digital Twins helfen, die notwendige Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu schaffen.

Ein weiteres großes Problem stellen die internen Ressourcen dar. Viele Banken verfügen nicht über ausreichend qualifiziertes Personal, das in der Lage ist, die technischen und administrativen Herausforderungen des modernen Consent-Managements zu meistern. Die Entwicklung und Implementierung neuer Prozesse benötigt Zeit, die in einem dynamischen Geschäftsumfeld oft nicht zur Verfügung steht. Dies führt zu einem Rückstand bei der Anpassung an neue Anforderungen.

Die Lösung dieser Herausforderungen liegt in der Implementierung fortschrittlicher Cloud-Technologien wie BPM ITEROP auf der 3DEXPERIENCE-Plattform. Diese Systeme bieten die Möglichkeit, die Compliance-Prozesse durch einen Low-Code-Ansatz schnell zu gestalten und an den sich ständig ändernden regulatorischen Rahmen anzupassen. Hierdurch kann eine schnellere Time-to-Market erreicht werden, was für Banken von entscheidender Bedeutung ist.

Ein effektiver Lösungsansatz könnte sein, ein integriertes Consent-Management-System einzuführen, das alle oben genannten Punkte berücksichtigt. Diese Systemintegration ermöglicht nicht nur eine effizientere Verwaltung von Einwilligungen, sondern auch die Möglichkeit, umfassende Reports und Audits automatisiert durchzuführen. Damit sind Banken in der Lage, ihre Compliance-Anforderungen jederzeit zu erfüllen und gleichzeitig die Transparenz und Kontrolle für ihre Kunden zu stärken.

Zusätzlich sollten Banken kontinuierlich Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, um ihre Mitarbeiter auf den neuesten Stand der Technologie und der regulatorischen Anforderungen zu bringen. Die Aufklärung der Mitarbeiter über die Bedeutung von Datenschutz und Consent-Management trägt wesentlich dazu bei, potenzielle Risiken zu minimieren und sicherzustellen, dass alle Prozesse effizient umgesetzt werden.


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